Arbeit und Leben

Arbeit und Leben

Die stille Gewalt. Wie der Staat Frauen alleinlässt

Beschreibung

Lesung und Gespräch mit Asha Hedayati

Gewalt gegen Frauen ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit, sie hat sich in den letzten Jahren noch einmal deutlich verschärft. Jede vierte Frau ist einmal in ihrem Leben von Gewalt in ihrer Partnerschaft betroffen; mit großer Sicherheit haben wir alle im Bekannten- und Freundeskreis sowohl Betroffene als auch Täter. Asha Hedayati ist Anwältin für Familienrecht und macht immer wieder die Erfahrung, dass die staatlichen Strukturen Frauen nicht nur unzureichend vor Gewalt schützen, sondern sogar selbst Teil eines gewaltvollen Systems sind. Partnerschaftsgewalt ist wie ein blinder Fleck bei Familiengerichten, Polizei und Jugendämtern, in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren. Hedayati beschreibt in ihrem Buch, wie diese Praxis funktioniert, die die betroffenen Frauen alleinlässt, und zeigt auf, was sich ändern muss, damit die zuständigen Institutionen wirklich den Schutz bieten, den sie leisten sollten.

Die Lesung ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen zum 75. Jubiläum des Grundgesetz mit dem Titel "Die (un)Sicherheit von Körpern. Wie können wir uns für eine plurale Demokratie und gegen Gewalt einsetzen?". Die Formatreihe wird gefördert durch den Präventionsrat Bremerhaven


Asha Hedayati, geboren 1984 in Teheran, Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt Universität Berlin. Als Rechtsanwältin arbeitet sie seit fast 10 Jahren Im Bereich des Familienrechts und vertritt dabei schwerpunktmäßig gewaltbetroffene Frauen in Trennungs-, Scheidungs-, und Gewaltschutzverfahren. Neben der Arbeit als Anwältin, bildet sie Sozialarbeiter*innen von Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen im gesamten Bundesgebiet aus und ist Gastdozentin für Familienrecht und Kinder- und Jugendhilferecht an der Alice-Salomon-Hochschule und der Paritätischen Akademie für Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit. Als Panelistin und Speakerin spricht sie regelmäßig öffentlich zu den Themen häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen. Ziel ihrer Arbeit ist das Sichtbarmachen von Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen marginalisierter Gruppen und das Aufzeigen der strukturellen Problematik beim Thema Gewalt gegen Frauen.


Die Lesung ist kostenfrei und beginnt um 18 Uhr.

Anmeldung: Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter anmeldung@historisches-museum-bremerhaven.de oder 0471 30816-0.
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Arbeit und Leben Bremerhaven e.V.
Kooperationspartner: Historisches Museum Bremerhaven, Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau, Büro Bremerhaven. Gefördert im Rahmen des Präventionsrat Bremerhaven.


Beginn:
29. 10. 2024
Ende:
29. 10. 2024
VA-Nr.:
24.01.150
Ort:
Historisches Museum Bremerhaven, An der Geeste, 27570 Bremerhaven
Referentin / Referent:
bitte hier anmelden zurück zur Übersicht

bitte hier anmelden: Die stille Gewalt. Wie der Staat Frauen alleinlässt




Teilnehmerdaten

weitere Kontaktdaten

Ich akzeptiere die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. *

Einwilligungserklärung





zurück zur Übersicht


**Einwilligungserklärung für Teilnehmende

Zum Zweck der Kursverwaltung und der statistischen Auswertung nach der Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Weiterbildung im Lande Bremen vom 02.08.2016, §1 Ans. 1satz 11f sowie §4, speichert Arbeit und Leben alle von Ihnen eingegebenen Daten. Ihre Daten werden für das laufende Jahr und die zwei darauffolgenden Jahre (insbesondere aus statistischen Gründen) gespeichert.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Sie jederzeit das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Einschränkung der Verarbeitung, Löschen und Datenübertragbarkeit der zu Ihrer Person gehörenden Daten haben.





Die Felder mit dem * sind Pflichtfelder - Bitte ausfüllen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.